Mythen und Fakten zu Genetik, Epigenetik & Erfahrungen – das prägt die Persönlichkeit beim Hund

Anerkannte Fortbildung für tierschutzqualifizierte Hundetrainer:innen
Alles Epigenetik? Die Welt der Epigenetik ist faszinierend: Erfahrungen können die Aktivität der Gene steuern und Verhalten und Stressresilienz langfristig beeinflussen. In manchen Fällen werden epigenetische Veränderungen sogar vererbt. Doch in der Hundewelt sind in den letzten Jahren auch viele Mythen rund ums Thema aufgetaucht.
Dieser Vortrag räumt mit häufigen Mythen auf und demonstriert anschaulich den Stand der Forschung. Unter anderem werden wir folgende Aussagen wissenschaftlich unter die Lupe nehmen:
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Verhalten ist (fast) ausschließlich erlernt/ epigenetisch bedingt
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Ein traumatisierter Rüde gibt ängstliches Verhalten an seinen Nachwuchs weiter
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Die Rasse sollte bei der Auswahl eines Hundes keine Rolle spielen
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Rasseunterschiede machen nur 9% der Variation im Verhalten aus
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Das Nichtbestehen eines Wesenstests ist kein Grund für einen Zuchtausschluss, da Verhalten ausschließlich epigenetisch bedingt ist
Das lernst du im Vortrag:
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Grundlagen zum Zusammenspiel von Genetik und Epigenetik
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Was Studien – von Ratten bis zum Menschen – über Einflüsse von Genen und Erfahrungen auf Verhalten aussagen
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Wie vorgeburtliche Einflüsse und frühe Erfahrungen die Persönlichkeit prägen
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Ein kritischer Blick auf relevante Studien zu Hundeverhalten
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(Wie) ist genetische Selektion auf Verhaltenseigenschaften in der Hundezucht möglich, obwohl Verhalten (im Gegensatz zum Aussehen) durch zahlreiche Gene beeinflusst wird?
Klingt kompliziert, wird aber klar verständlich erklärt!
Über die Referentin
PD Dr. Stefanie Riemer ist Verhaltensbiologin und Assistenzprofessorin in Companion Animal Management an der Veterinärmedizinischen Universität Wien und Verhaltensberaterin für Hunde bei “HundeUni – Wissenschaft trifft Praxis”.
Sie hat sich auf das Thema Angst bei Hunden spezialisiert – auf persönlicher Ebene, im Training und in der Forschung, in der sie sich unter anderem mit Geräuschangst, Tierarztangst sowie Ausdrucksverhalten bei Hunden beschäftigt.
In ihrer Arbeit ist es zentral, die Motivation und Emotion des Hundes zu ergründen und im Training negative Emotionen zu verändern, statt rein auf Verhaltensebene unerwünschtes Verhalten «loszuwerden».
Als internationale Seminarreferentin liegt ihr Schwerpunkt auf Emotionen bei Hunden, Geräuschangst, Tierarztangst, Persönlichkeit bei Hunden und Welpenförderung vom Züchter bis zur neuen Familie. Der Name ihres Unternehmens «Wissenschaft trifft Praxis» ist dabei Programm.

Foto: Thomas Suchanek/ Vetmeduni

